
NRW-Aktuell
Rot-Grün dürfen Vereinbarungen zum Schulkonsens nicht aufgeben
24.05.12 |Von: Klaus Kaiser
„Der Schulkonsens ist eine solide Grundlage, um gute Schulpolitik für unsere Kinder und Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen zu machen. Die CDU-Landtagsfraktion erwartet von der neuen Landesregierung, dass sie die Vereinbarungen zum Konsens einhält.“ Das erklärt der CDU-Schulexperte Klaus Kaiser. Dazu gehöre auch, dass für noch strittige Punkte eine gemeinsame Lösung gesucht werde. Dies gelte vor allem für die Verordnung zur Umsetzung der Schulgesetzänderung mit der Einführung der Sekundarschule, für die Personalvertretung der neuen Sekundarschulen, die derzeit bei den Gesamtschulen liegt, sowie für die Mindestgröße von kleinen Grundschulen im ländlichen Raum. Kaiser: „Wir wollen bei der derzeitigen Ausnahmeregelung von 36 Schülerinnen und Schülern bleiben.“
Beunruhigt zeigt sich Kaiser über Meldungen, dass die Demographiegewinne im Bereich Schule auch zur Finanzierung für schulfremde Aufgaben herangezogen werden sollen. „Ich möchte daran erinnern, dass im Schulkonsens verabredet wurde, die Klassenfrequenzrichtwerte für Realschulen, Gymnasien und Gesamtschulen schrittweise von 28 auf 26 zu senken. Hierfür müssen die Demographiegewinne verwendet werden“, betont Kaiser.
Darüber hinaus biete die Lösung der Schulstrukturfrage durch den Konsens nun die Möglichkeit, sich um das wichtige Thema der Verbesserung der Unterrichtsqualität zu kümmern. Kaiser: „Da hat Rot-Grün bisher jegliche Initiative vermissen lassen.“ Notwendig dafür sei vor allem eine Neuausrichtung der Gestaltung von Fort- und Weiterbildungsangeboten für Lehrerinnen und Lehrer. Kaiser: „Den Schulen muss auf diesem Gebiet mehr Flexibilität ermöglicht werden. Auch müssen die Universitäten verstärkt zur Weiterbildung von Lehrkräften herangezogen werden.“










